Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen. Auch will ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen. Und ich will Wunderzeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut, Feuer und Rauchdampf. Die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe denn der große und schreckliche Tag des HERRN kommt. Und es soll geschehen: Wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden. Joel 3



DNC: Sei nicht redselig

Aus "Die Nachfolge Christi" von Thomas von Kempen  |  Erstes Buch  |  Anleitung zum geistlichen Leben  |  Kapitel 10

1. Das viele Reden schadet dir. 
2. Es bringt dir keinen Trost.

1. Fliehe den Lärm der Menschen, sooft du kannst. Das Reden über Tagesereignisse hemmt dich sehr, auch wenn es in guter Absicht geschieht. Denn schnell werden wir von den Eitelkeiten der Welt angesteckt und in ihren Bann gezogen. Ich wollte, ich hätte mehr geschwiegen und wäre nicht unter Menschen gegangen.
 

2. Weshalb reden und schwätzen wir so gern miteinander, da wir doch selten ohne Verletzung des Gewissens zum Schweigen zurückkehren? Nur deshalb reden wir so gern, weil wir in der Unterhaltung gegenseitig Trost suchen und dem vom vielen Denken ermüdeten Herzen gern Erleichterung verschaffen. Und sehr gern überdenken und sprechen wir aus, was wir lieben oder uns wünschen, oder wir reden von dem Unangenehmen, das uns drückt. Aber leider! Häufig erfolglos und vergeblich; denn diese äußere Tröstung ist der inneren, göttlichen Tröstung sehr abträglich. So müssen wir also wachen und beten (Mt 26,41), damit die Zeit nicht ungebraucht vergehe. Wenn es erlaubt und angezeigt ist zu reden, dann sprich, was aufbauen kann. Üble Gewohnheit und Gleichgültigkeit gegen unseren Fortschritt tragen viel dazu bei, daß wir unseren Mund nicht halten können. Nicht wenig aber trägt zum geistlichen Fortschritt das religiöse Gespräch über geistliche Dinge bei, besonders dann, wenn Menschen gleichen Herzens und gleichen Geistes sich in Gott zusammenfinden.

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